| hallihallo meine lieben... hier gibts ein ganz besonderes schmankerl zu lesen... ein interview mit bruno kramm (das ich) vom letzten WGT (2002)... mein freund klaus-peter-kaschke führte dieses und eben aus diesem grund liegt auch das copyright (auch das der bilder auf dieser seite) einzig und allein bei ihm.... vielen herzlichen dank klaus-peter fürs zugänglichmachen. ;o) also nun BRUNO KRAMM zum neuem Album ANTI'CHRIST...viel spass |
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| „DAS ICH“: RÜCKBESINNUNG AUF ALTE WERTE Bruno Kramm im Interview mit Klaus-Peter Kaschke: Neues Album „Anti’Christ“ reflektiert auch die Angst vor amerikanischem Großmachtstreben Ihr habt lange auf das aktuelle Album „Anti’Christ“ warten lassen fast vier Jahre, wenn mich nicht alles täuscht. Nach den letzten Solo-Projekten vor allem Deinem im letzten Jahr erschienen Album „Coeur“ befürchteten viele, dass ihr den Trend der letzten Jahre mit vergleichsweise eingängigen Melodien fortsetzt, und halten nun völlig überrascht ein hoch interessantes, fast schon sperriges, auf jeden Fall nie langweiliges Album voller Ecken und Kanten in der Hand, das es wirklich in sich hat und an eure ganz frühen Werke anknüpft. War das so beabsichtigt oder doch eher ein Zufall? Bruno Kramm: Wir wollten uns schon ganz gezielt auf unsere ursprünglichen „Das Ich“-Wurzeln und alte Werte zurückbesinnen, da ist schon etwas Wahres dran. Zumal wir mit unseren Projekten beispielsweise dem gemeinsamen Album mit „Atrocity“, dem Soundtrack „Das Innere Ich“ und der Gottfried-Benn-Vertonung letztendlich schon ein bisschen den Kontakt zu dem verloren, was für uns einmal der Anlass war, Alben wie die „Propheten“ oder „Staub“ zu machen. Es ist ja keine wirklich rational erklärbare Frage: Du gehst ja nicht nach rationalen Mustern vor, wenn Du einen Song schreibst, aber Du merkst zumindest, wenn sich etwas verwandelt hatte und die wirklich tiefgehenden Grundstimmungen, die in unseren Anfangswerken drin war, immer weiter kaschiert wurden. Ich weiß auch nicht, warum das so war, aber für mich ging es letztlich ein Stückchen weit darum, das ursprüngliche „Das Ich“-Appeal wieder aufleben zu lassen. Deswegen nun ein Album, das auf alle Fälle eher anknüpft an Dinge wie „Staub“ und „Propheten“ als an unsere letzten Veröffentlichungen. Wobei das nicht heißen soll, dass gezielt Strukturen der alten Alben kopiert worden sind, sondern es ging vielmehr darum, eine ähnliche Stimmung aufzubauen und sie mit den jetzigen musikalischen Mitteln aufzubereiten. |
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Wobei ein Song, und zwar „Sodom und Gomorra“ ja ohnehin ein Überbleibsel aus den späten 80er Jahre ist…habt Ihr den einfach nur vergessen oder wie kommt es, dass ein Stück so lange braucht, um auf ein Album zu kommen? Bruno Kramm: Es ist wirklich seltsam der wurde echt vergessen. Ich kann mich noch erinnern, dass „Sodom und Gommora“ damals auf das erste Album sollte, aber nicht mehr fertig geworden ist, was zu der Zeit, als wir noch mit Vinyl gearbeitet haben und die CD noch so ein Sonderding war, ein echtes Problem darstellte. Am schwerwiegendsten war allerdings ein technisches Problem, weil der Song einfach nicht mehr auf die Platte gepasst hätte. Weil ihr zu viele Songs produziert hattet? Bruno Kramm: Nein, nein, sondern wegen der Rillenbreite. Wie viel Material auf eine Platte passte, war davon abhängig, wie breit die Phase ist und wie die Stücke abgemischt wurden. Da alle Songs damals von mir ein bisschen zu breit gemischt waren, hätte ich bei allen ein bisschen die Phase rausnehmen müssen oder aber einige Titel weglassen. Letztendlich war es dann so, dass wir den einen Song einfach rauslassen mussten, ihn aber auf der „Propheten“-Tour noch hin und wieder gespielt haben. Aber irgendwie ist er dann komplett vergessen worden. Als ich dann angefangen hatte, das „Anti’Christ“-Album zu schreiben, habe ich mir erst einmal alle möglichen DAT-Archive und die ganzen Sachen, die ich dann nie veröffentlicht habe oder die nie fertig geworden sind, durchgehört. Als ich dabei plötzlich dieses „Sodom und Gomorra“ wiederentdeckt habe, kam mir die Idee, es als neuen Ansatz zu verwenden und das Album eventuell damit zu beginnen. Und so kam es dann in der neuen überarbeiteten Fassung auf das Album. Es war schon sehr erstaunlich, festzustellen, wie sehr das neue Album mit den Einflüssen aus der damaligen Zeit harmoniert und letztlich alles wirklich perfekt zusammenpasst. Durch diese gezielte Rückbesinnung auf die alten Wurzen von „Das Ich“ strahlt das ganze Album zwar einen ganz eigenwilligen Charme aus, doch besonders massenmedienkompatibel wirkt es dadurch nicht. Damit dürfte euch sicher auch weiterhin der Zugang zu den finanziell lukrativen Fleischtöpfen der Pop-Industrie verwehrt bleiben… Bruno Kramm: Und das auch ganz bewusst, denn letztendlich war für uns die ganze Underground-Bewegung immer etwas, was konträr zum Pop, zum Mainstream ging und damit auch extrem wichtig war. Diese Einstellung war für uns von Anfang an auch immer unsere Daseinsberechtigung, eigentlich für die ganze Schwarze Musik eben konträrer zu sein, Ecken und Kanten zu haben, und nicht glattgebügelt und inhaltslos zu sein wie der ganze Mainstream-Bereich. Nun muss man natürlich sagen, dass in den letzten Jahren vorrangig Produktionen gemacht wurden, wo sehr viel glattgebügelt wurde, um einfach auch zu sehen, wie weit man im Mainstream funktionieren kann. Das hat mittlerweile solche Auswüchse angenommen, dass etwa 80 Prozent der Alben, die auf den Markt kommen, sich im gleichen Future-Pop-Trend bewegen und dadurch die liebenswerte Vielfalt der ganzen schwarzen Musikkultur ein bisschen verloren gegangen ist. Daher ist das Album „Anti’Christ“ für uns auch ein Stückchen weit ein Neuanfang, um zu schauen, was noch möglich ist. Nun steht das Album aber auch in einem ganz krassen Gegensatz zu Deinem Soloprojekt und vielen anderen Veröffentlichungen, die Du für andere Künstler in Deinem „Dance Macabre“-Studio auf Schloss Cottenau wie beispielsweise für „Illuminate“ produziert hast. Sowohl „Coeur“ als auch „Kaltes Licht“ enthalten fast schon schlagerhafte Elemente und zeichnen sich eher durch eine romantisch-düstere Pop-Stimmung aus denn durch die faszinierend brachiale Weltuntergangsstimmung, wie sie dem „Anti’Christ“ von „Das Ich“ zugrunde liegt… Bruno Kramm: Meine Produzententätigkeit für andere Bands wirkt sich in keine Weise auf das eigene Musizieren aus, sollte sich auch nicht, sonst wäre ich bestimmt ein schlechter Produzent. Würde ich all die Einflüsse, die immer durch eine neue Produktion kommen, in der eigenen Musik wirken lassen, müsste ich wahrscheinlich irgendwann Freejazz machen… Dass mein Soloprojekt letztendlich musikalisch etwas komplett anderes ist, als „Das Ich“, ist eigentlich auch relativ gut nachvollziehbar, denn sonst gäbe es keinen tieferen Sinn für ein Soloprojekt. Bei dem Soloalbum ging es eigentlich mehr darum, Dinge zu machen, die ich beispielsweise mit „Das Ich“ nicht realisieren kann, zumal ich als Musiker ja nicht nur eine Facette habe, um mich auszudrücken. Vielmehr gibt ganz viele derartige Facetten, die ich darstellen möchte, und manche davon passen eben nicht zu einer Band wie „Das Ich“, die in erster Linie sehr existenzialistisch, expressiv und pathetisch, gelegentlich sogar brachial ist, wenn ich ganz andere Gefühlselemente, die es natürlich auch in mir gibt, herauslassen möchte, beispielsweise eben romantisch-impressive Gefühle, wie sie wahrscheinlich jeder kennt. Da versuche ich dann natürlich auch mit verschiedenen Projekten, den unterschiedlichen Bereichen in mir selbst einen Ausdruck zu geben. Oberflächlich betrachtet, wirkt das Album schon vom Titel her sehr provokativ und blasphemisch, zumal es sich ja auch sehr intensiv mit christlich geprägten religiösen Themen befasst. Nun seid ihr beide aber alles andere als tief religiöse Menschen was letztlich den Schluss nach sich zieht, dass ihr euch doch sehr intensiv mit dieser Problematik beschäftigt haben müsst? Bruno Kramm: Sicher, Du beschäftigst Dich automatisch mit solchen Symbolen, gerade wenn Du sehr atheistisch groß geworden bist und Du in unserem von christlichen Werten geprägten Abendland in der die ganze Gesellschaft mit diesen Werten durchzogen ist auch immer wieder damit in Berührung kommst. Unser Anliegen speziell für das Album war es, die Dualität herauszustellen also aus den ganzen christlichen Symbolen auch sehr persönliche Dinge zu artikulieren. Insofern hat dieses Album quasi zwei Ebenen: die erste Ebene wirkt auf den ersten Blick sehr provokant, sehr blasphemisch und negativ; wenn Du die Texte aber etwas tiefer liest, fällt auf, dass es unter anderem auch sehr biographische und persönliche Themen sind. Da möchte ich einfach mal ein kleines Beispiel rauspicken den Song „Vater“. Da könnte man in erster Linie denken, damit wäre der „Göttliche Vater“ gemeint, aber dem ist nicht so, sondern es sind unsere persönlichen Väter von Stefan und mir, die dort angesungen werden. Ich würde schon sagen, dass der „Anti’Christ“ letztlich auch das emotionalste Album von uns ist. |
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Die Diskussion über Satanismus in der der „Antichrist“ ja keine so unbedeutende Rolle spielt hat vor allem auch im Zusammenhang der Verurteilung der Satansmörder von Witten in den Medien breiten Raum eingenommen und der Szene alles andere als gut getan. Befürchtet Ihr nicht, mit diesem Album noch zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen? Bruno Kramm: Die Anschuldigungen von Seiten der Regenbogenpresse und privater Sender existieren doch schon, seit die Schwarze Szene generell thematisiert wird die gab es schon, als wir angefangen und unsere erste Mini-CD „Satanische Verse“ veröffentlicht haben. Das hat sich nie wirklich geändert oder abgeschwächt, sondern kommt immer wieder in Wellen hoch, und letztendlich glaube ich nicht, dass unser Album deswegen mehr oder weniger Aufsehen erregt. Für uns ist das letztendlich für die Titelwahl auch relativ sekundär gewesen die Gründe für die Titelwahl des „Anti’Christ“ liegen viel tiefer. Auch an uns ist der elfte September nicht spurlos vorbeigegangen, doch was mich dabei viel mehr beschäftigt hat, als das schreckliche Attentat, was in der Form natürlich furchtbar ist, war vielmehr der neue Duktus, wie Politik weltweit gemacht wird, wenn die größte Macht der Welt plötzlich von einer „Achse des Bösen“ spricht und die ganze Welt danach bewertet, wie sie sich im Kampf gegen alles, was ‚Evil’ ist, zur guten christlichen Welt und ‚God’s Own Country’ positioniert. Wenn ich das so sehe, macht es mir natürlich ganz furchtbar große Angst, denn von dem Moment an, wenn nur noch mit demagogischen Mitteln polemisiert wird, ist keine Diskussion mehr möglich, kein kultureller Austausch. Genau das passiert, wenn man ganze Bevölkerungsschichten mit den polarisierenden Symbolen für ‚Gut’ und ‚Böse’ dazu bringt, gnadenlosen Hass und Angst zu entzünden. Es war früher vor Hunderten von Jahren so üblich, derartige Symbole als Argument für Kreuzzüge und was nicht alles zu verwenden. Aber es ist besonders schrecklich, dass es auch heute in der Politik wieder Verwendung findet, wo längst die Relativität nicht erst seit Albert Einstein als Standpunkt der Betrachtung Anwendung finden sollte, dass es nämlich nichts ‚Gutes’ und ‚Böses’ im absoluten gibt, sondern alles immer nur abhängig ist vom Standpunkt der Betrachtung. Da setzt für uns dann auch der „Anti’Christ“ an, der eben auch zwei Ebenen hat einmal diese an der Oberfläche sehr blasphemisch wirkende bösartige Art des Antichristen, die aber auf der anderen Seite in unseren sehr persönlichen Texten wieder relativiert wird und damit quasi beide Seiten ein Stückchen weit ‚Gut’ und ‚Böse’ zugleich sind. Dafür sind die gelegentlich aufkeimenden Hoffnungsschimmer in eurem Album eher selten? Bruno Kramm: Die sind sogar sehr selten, das ist ganz klar, weil es für uns ja wirklich auch um existenzielle Themen geht. Aber Hoffnung gibt es natürlich immer. Als Musiker ist ja der entscheidende Prozess jener, in dem Du Dich sehr viel mit negativen Dingen auseinandersetzt, um damit Deine depressiven Gedanken in der Musik kanalisieren zu können, wodurch Du persönlich ein sehr zufriedener und hoffnungsvoller Mensch wirst. Die Musik ist damit auch ein Stückchen weit ein Ventil. Das war auch immer eines der Argumente, das in der Regenbogenpresse nie verstanden worden ist da kommt dann immer die Frage: ‚Warum beschäftigen sich diese Jugendlichen so viel mit dem Tod?’ Ja, letztendlich, um ihr Leben erfüllter und glücklicher führen zu können, weil es ein ganz wichtiger Aspekt ist, der in unserer Welt heutzutage ausgegliedert wird, mit dem man sich nicht beschäftigen möchte. Der gehört nicht in diese Yuppie-Kultur, in das Erfolgsdenken und das reine Jugenddenken unserer Gesellschaft. Genau aus diesem Grund gibt es so viele verstörte und kranke Menschen, weil letztendlich keine Ventile mehr existieren, um sich mit all den negativen Dingen die auch unser Leben mit ausmachen zu befassen. Als Musiker hast Du da natürlich eine grandiose Möglichkeit, genau das mit deiner Musik kanalisieren zu können. Mit dem Album „Anti’Christ“ nehmt ihr letztlich ja sogar Bezug auf Friedrich Nietzsche? Bruno Kramm: Insofern schon, als der Begriff „Anti’Christ“ von Nietzsche als generelle Gesellschaftskritik der damaligen Zeit und zugleich als Religionskritik verwendet wurde, die wir auf die heutige Zeit mit ihrer oberflächlichen Symbolik aus ‚Gut’ und ‚Böse’ übertragen wollten. Interessanterweise wurde ja über Nietzsche auch immer gesagt, dass er letztlich erst in einhundert Jahren wirklich verstanden wird und er ist heute aktueller denn je. Die Schwarze Szene ist die einzige Gruppierung, die für dich den Anspruch erhebt, eine Familie zu sein empfindest Du die wirklich so, fühlst Du Dich in dieser Familie auch selber beheimatet? Bruno Kramm: Ja, ganz ganz klar. Ich bin ja nicht nur seit 14 Jahren als Musiker Teil dieser Szene, sondern schon vorher in die Szene hineingekommen, und dieses Familiengefühl war von Anfang an da und hat sich eigentlich auch nicht wirklich verändert. Auch wenn es ganz viele musikalische Richtungen von der reinen Spaßkultur bis zu echtem kulturellen Austausch gibt, ist es trotzdem eine richtige Familie in der Szene findest Du alles von Literaturbegeisterung bis zur irgendwelchen abgefahrenen sexuellen Spielchen. Was sehr angenehm ist, obwohl die persönlichen Präferenzen bei den Leuten so unterschiedlich sind, ist aber trotzdem das Zusammengehörigkeitsgefühl, was man vor allem auch beim „Wave Gotik Treffen“ feststellen kann, wo die Konzerte immer mehr zur Nebensächlichkeit werden, weil das viel wichtigere Element dieses „sich treffen“ ist, um die Szene gemeinsam zu zelebrieren. |
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Droht der Szene nicht vor allem durch die penetrante Kommerzialisierung die Gefahr, ebenfalls mehr und mehr im Mainstream zu versinken? Bruno Kramm: Diese Kommerzialisierung wurde schon immer versucht, vor allem von außen vorangetrieben, indem unterschiedliche Konzerne versucht haben, Fuß zu fassen, um Geld zu verdienen. Die eigentliche Szene in der Form erlebt zwar immer wieder, dass sie ein Stückchen weit kommerzialisiert wird, wird aber letztendlich nie sterben, weil sie immer noch den Underground-Charakter hat, den Du einfach nicht kommerzialisieren kannst. Das ist wie so eine Zwiebelschale die äußeren Schalen kannst Du vielleicht noch relativ leicht durchdringen und dort Dein Unwesen treiben, doch die Szene geht viel tiefer, bis zum Kern dieser Zwiebel, und da kommen die Konzerne nicht hinein. Zudem gibt es innerhalb der Szene noch eine Vielzahl von Nischen, was sie noch viel spannender und interessanter macht. Die Szene ist eben anders, als das von außen oft behauptet wird kein ‚uniformierter Haufen’, sondern extrem vielschichtig und individuell. Die Medien werden einen Teufel tun, die Szene zu mehr zu erklären, als nur zu einer einfachen Jugendbewegung, als ‚Spaßkultur von Jugendlichen’. Sie hätten wirklich ein Problem, wenn sie sich konfrontiert sehen würden mit einer echten kulturellen Bewegung, mit der man sich ernsthaft und niveauvoll befassen müsste. Im Herbst geht es dann mit dem neuen Material auch auf Tour? Bruno Kramm: Der Tourneeplan geht über drei Monate von September bis November, davon zwei Monate in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und dann geht es nach Amerika, Kanada und Mexiko. Rein prozentuell finden in Ostdeutschland weit mehr schwarze Konzerte statt, als in Westdeutschland, weil die Szene im Osten größer ist. Ich weiß nicht, woran das liegt vielleicht hat es damit zu tun, dass im Westen die Spaßkultur als solche viel weiter verbreitet ist, als im Osten, wo viel mehr existenzielle Sorgen und Nöte den Alltag dominieren. Es gibt bestimmt dafür irgendwelche soziologischen Erklärungen aber Faktum ist einfach, dass in Ostdeutschland einfach weit mehr los ist! Letzte Frage die nun gar nichts mit dem „Anti’Christ“ zu tun hat: Wer wird Fußball-Weltmeister, wie weit kommt Deutschland? Bruno Kramm: Ich wurde früher in der Schule immer nur ins Tor gestellt, deswegen mag ich Fußball nicht ganz so sehr. Deutschland bringt ganz sicher nicht so viel zustande, so viel weiß ich auch als Nicht-Fußball-Spezialist, Weltmeister wird bestimmt irgend so ein südamerikanisches Ländchen, und denen kann es ja am meisten gönnen, weil die sich so schön darüber freuen können… © Text & Fotos: KLAUS-PETER KASCHKE |
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